Google-Unternehmensprofil für Makler mit KI optimieren: Kategorien und Leistungen
Stand: 23.10.2026 · Preise und Angaben laut Anbieter bzw. genannten Quellen, ohne Gewähr · So prüfen wir
Wer „Makler“ plus Ortsname sucht, sieht oft zuerst die Karte mit Unternehmensprofilen – noch vor den Websites. Ob Ihr Büro dort auftaucht, hängt laut Google vor allem von drei Dingen ab: Relevanz, Entfernung und Bekanntheit (Google-Hilfe: Ranking in lokalen Suchergebnissen). Die Entfernung können Sie nicht beeinflussen, die Relevanz schon: Sie entsteht aus vollständigen, zutreffenden Angaben, und dazu gehören vor allem die richtigen Kategorien und eine saubere Liste Ihrer Leistungen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie beides mit einem KI-Assistenten in einer Stunde prüfen, ohne gegen die Richtlinien von Google zu verstoßen.
Vorab: Ein besseres lokales Ranking lässt sich laut Google weder einfordern noch kaufen, und Details des Algorithmus veröffentlicht Google nicht. Wir versprechen deshalb keine Platzierungen. Es geht darum, dass Ihr Profil genau beschreibt, was Sie tun, damit es zu den passenden Suchanfragen passt.
Was Google offiziell zu Kategorien sagt
Die wichtigsten Punkte aus der Google-Hilfe zu Unternehmenskategorien (aufgerufen am 23.10.2026):
- Sie wählen eine primäre Kategorie, die Ihr Unternehmen am besten beschreibt, und zwar möglichst spezifisch statt allgemein.
- Zusätzliche Kategorien sind für besondere Abteilungen oder Dienstleistungen gedacht, nicht für jede einzelne Leistung. Google rät ausdrücklich, nur einige Kategorien aus der Liste zu nutzen.
- Eigene Kategorien anlegen geht nicht. Sie wählen nur aus der vorgegebenen Liste.
- Die gewählten Kategorien wirken sich laut Google auf das Ranking in lokalen Suchergebnissen aus.
- Wenn Sie Kategorien ändern, kann Google eine erneute Bestätigung des Unternehmens verlangen. Ändern Sie Kategorien deshalb überlegt und nicht im Wochentakt.
Ergänzend gelten die Richtlinien für die Präsentation Ihres Unternehmens auf Google, etwa zum Unternehmensnamen ohne zusätzliche Suchbegriffe.
Schritt 1: Kategorie-Audit gegen Mitbewerber im eigenen Ort
Suchen Sie in Google Maps nach den Begriffen, unter denen Sie gefunden werden wollen, also zum Beispiel „Immobilienmakler“, „Haus verkaufen“ oder „Wohnung vermieten“ mit Ihrem Ort oder Stadtteil. Notieren Sie für die ersten fünf bis zehn Mitbewerber, welche Kategorie unter dem Namen angezeigt wird, und halten Sie fest, ob die Profile Leistungen, Beiträge und Antworten auf Rezensionen haben. Das ist reine Handarbeit, dauert aber nur eine Viertelstunde und zeigt, welche Kategorien in Ihrem Markt üblich sind.
Die KI hilft beim Auswerten. Kopieren Sie Ihre Notizen in einen KI-Assistenten, ohne Namen von Kundinnen und Kunden, und nutzen Sie einen Prompt wie diesen:
„Du bist Berater für lokale Sichtbarkeit von Immobilienmaklern. Hier ist eine Tabelle mit Mitbewerbern aus meinem Ort und den Google-Kategorien, die in ihrem Profil angezeigt werden. Darunter steht, was mein Büro tatsächlich anbietet. Fasse zusammen, welche Kategorien die Mitbewerber nutzen, und schlage mir eine primäre und höchstens drei zusätzliche Kategorien vor, die zu MEINEN Leistungen passen. Schlage keine Kategorie vor, die ich nicht anbiete. Weise darauf hin, dass ich die genaue Bezeichnung in der Kategorieliste von Google prüfen muss.“
Der letzte Satz ist wichtig: Ein Sprachmodell kennt die aktuelle Kategorieliste von Google nicht zuverlässig und kann Bezeichnungen erfinden. Maßgeblich ist, was Ihnen das Feld „Primäre Kategorie“ beim Tippen vorschlägt.
Schritt 2: Leistungen mit der Website abgleichen
Unternehmen in bestimmten Kategorien können im Profil Dienstleistungen anlegen, aus Vorschlägen wählen oder eigene hinzufügen, auf Wunsch mit Beschreibung und Preis (Google-Hilfe: Dienstleistungen verwalten). Google lehnt eigene Dienstleistungen laut Hilfe automatisch ab, wenn sie gegen Richtlinien verstoßen. In den Bezeichnungen sollen keine personenbezogenen Daten, Preise oder Telefonnummern stehen.
Für Makler bietet sich eine Gliederung an, die Ihre Website ohnehin hat: Verkauf, Vermietung, Immobilienbewertung, eventuell Gewerbe, Neubau oder Suchauftrag, jeweils mit den Stadtteilen oder Gemeinden, in denen Sie tätig sind. Prompt für den Abgleich:
„Hier ist der Text meiner Leistungsseite (Website) und hier die Liste der Dienstleistungen in meinem Google-Unternehmensprofil. Erstelle eine Tabelle: Leistung, steht auf der Website (ja/nein), steht im Profil (ja/nein), Vorschlag für eine kurze Beschreibung im Profil (höchstens zwei Sätze, sachlich, ohne Superlative, ohne Preise, ohne Telefonnummern, ohne Versprechen zu Verkaufspreisen oder Vermarktungsdauer).“
So sehen Sie auf einen Blick, wo Profil und Website auseinanderlaufen, etwa wenn auf der Website eine kostenlose Bewertung angeboten wird, das Profil sie aber nicht nennt. Die Texte prüfen Sie selbst, bevor Sie sie einsetzen. Beschreiben Sie nur, was Sie wirklich anbieten.
Schritt 3: Profiltext und restliche Angaben
Laut Google haben vollständige und korrekte Angaben mehr Chancen in den lokalen Ergebnissen: Adresse, Öffnungszeiten inklusive besonderer Öffnungszeiten, Kategorie und Attribute (Google-Hilfe). Eine KI kann einen Entwurf für die Unternehmensbeschreibung schreiben. Geben Sie ihr dafür Ihre echten Eckdaten (Gründung, Gebiet, Schwerpunkte) und verbieten Sie im Prompt erfundene Auszeichnungen, Zahlen und Garantien. Allgemeine Text-KIs aus unserer Kategorie Exposé-Texte wie neuroflash (Essential 42 €/Monat bei jährlicher Zahlung zzgl. MwSt. laut Anbieter) taugen dafür ebenso wie ein Chat-Assistent. Was beim Einsatz solcher Tools datenschutzrechtlich zu beachten ist, steht im Ratgeber DSGVO und KI-Tools für Makler.
Bewertungen und Beiträge: kurz angerissen
Zur Bekanntheit zählt Google laut Hilfe auch die Anzahl der Rezensionen und Bewertungen. Auf Rezensionen antworten können Sie, sobald Ihr Unternehmen bestätigt ist (Google-Hilfe: Kundenrezensionen verwalten). Wichtig: Anreize für Rezensionen, etwa Rabatte, sowie das Entfernenlassen negativer Rezensionen gelten bei Google als gefälschte Interaktionen und sind verboten (Tipps für mehr Rezensionen). Erlaubt und von Google empfohlen ist, Kundinnen und Kunden einen Link oder QR-Code zum Bewerten zu geben. Über Beiträge im Profil können Sie Neuigkeiten, Angebote und Veranstaltungen zeigen (Google-Hilfe: Beiträge), zum Beispiel einen Besichtigungstermin. Antwortvorlagen für Bewertungen und einen Beitragskalender mit Stadtteilbezug behandeln wir in eigenen Ratgebern, die in den nächsten Tagen erscheinen.
Checkliste: Ihr Profil in einer Stunde
- Profil bestätigt? Ohne Bestätigung keine Antworten auf Rezensionen.
- Mitbewerber-Kategorien notiert und mit der KI ausgewertet, primäre Kategorie spezifisch gewählt, nur wenige Zusatzkategorien.
- Dienstleistungen mit der Leistungsseite der Website abgeglichen, Bezeichnungen ohne Preise und Telefonnummern.
- Beschreibung mit echten Eckdaten, ohne erfundene Zahlen oder Garantien.
- Öffnungszeiten, Adresse bzw. Einzugsgebiet und Website-Link aktuell.
- Für KI-erzeugte oder KI-bearbeitete Bilder im Profil: Kennzeichnung prüfen, siehe Checkliste KI-Kennzeichnung.
Wer viele Anfragen über das Profil bekommt, verpasst oft Anrufe. Was ein KI-Telefonassistent kostet, zeigt der Ratgeber KI-Telefonassistent für Makler.
Häufige Fragen
Kann ich mit KI mein Google-Ranking als Makler verbessern?
Wie viele Kategorien sollte ein Makler im Google-Unternehmensprofil wählen?
Kann ChatGPT mir die richtige Google-Kategorie nennen?
Darf ich in die Leistungen Preise oder eine Telefonnummer schreiben?
Muss ich mein Profil nach einer Kategorieänderung neu bestätigen?
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